Moritz Majce + Sandra Man

Chora

Raumchoreographie | Space Choreography | 2019
Chora beim Open Spaces Festival, 5.-9.11.2019 und bei Flutgraben Performances, 16.11.2019 (Berlin) | Chora at Open Spaces festival, 5.-9.11.2019, and at Flutgraben Performances, 16.11.2019 (Berlin)

»This is all there is: Bodies that move, bodies in no explicit form of interaction, bodies in space and time. Bodies that give form to space and time; involving me, while I am sitting there: attracting the gaze, holding it, redirecting it, absorbing all the senses, affects, and thoughts into the new space and time that unfolds here. ›Chora‹ is, we might say, nothing else than a landscape of figural effects and of movements; a landscape where sensation and imagination converge in blissful play; a landscape of beauty.« Niklaus Largier (Philosoph, UC Berkeley)

Wie bewegt uns ein Raum und wie verändert er sich, wenn wir uns in ihm bewegen? Das Verhältnis von Natur und Mensch ist das Thema von Chora. Chora ist eine Raumchoreographie. Sie existiert in den Bezügen zwischen Bildern, Objekten, Texten, Performer*innen und Besucher*innen.

Von 5. bis 9.11.2019 wurde Chora (Growing Time) beim Open Spaces Festival der Tanzfabrik Berlin in ihrer ersten Version gezeigt. An fünf aufeinanderfolgenden Tagen wuchsen die Dauer der Performance und die Besuchszeit immer mehr an – von einer Stunde am ersten bis zu 16 Stunden am letzten Tag. Die Zeit transformierte den Raum: Bühne, Ausstellung, Lebensraum, Landschaft.

Chora hat verschiedene Erscheinungsformen. Sie existiert als Live Environment mit Performer*innen und als audio-visuelle Installation. Sie lebt in der Präsenz der Körper und im Phantasma der Bilder und Texte.

In Chora (Echo) am 16. November 2019 in der Kunstfabrik am Flutgraben hallte die Anwesenheit der Körper in den Landschaften, den Porträts und den Stimmen nach.

Chora ist eine Phase intensiven künstlerischen Wachstums. Der Bilder, der Bewegungen, der Texte, der Objekte und vor allem der Beziehungen zwischen diesen Elementen. Sie hat Anfang 2019 begonnen und dauert an.

“This is all there is: Bodies that move, bodies in no explicit form of interaction, bodies in space and time. Bodies that give form to space and time; involving me, while I am sitting there: attracting the gaze, holding it, redirecting it, absorbing all the senses, affects, and thoughts into the new space and time that unfolds here. ‘Chora’ is, we might say, nothing else than a landscape of figural effects and of movements; a landscape where sensation and imagination converge in blissful play; a landscape of beauty.” Niklaus Largier (philosopher, UC Berkeley)

How does a space move us and how does it change when we move in it? The relationship between nature and humans is the topic of Chora. Chora is a space choreography. It exists in the interspace between images, objects, texts, performers and visitors.

From November 5th to 9th 2019 Chora (Growing Time) had its first appearance at the Open Spaces Festival of Tanzfabrik Berlin. On five consecutive days the duration of the performance and the visiting hours were growing – from one hour on the first up to 16 hours on the last day. Time was transforming the space: stage, exhibition, living space, landscape.

Chora knows various modes of appearance. It exists as live environment with performers and as audio-visual installation. It lives in the presence of bodies and in the phantasm of images and texts.

In Chora (Echo) on November 11th 2019 at Kunstfabrik am Flutgraben the bodies’ presence resonates in the landscapes, the portraits and the voices.

Chora is a phase of intense artistic growth. Of images, movement, text, objects and above all of the relations between these elements. It started in early 2019 and will go on.

Artist Statement

1. Chora ist eine Raumchoreographie, kein Tanzstück. Sie lebt in ihren räumlichen Bezügen, nicht von einer Dramaturgie. Sie entsteht in den Zwischenräumen von Körpern, Objekten, Bildern, Texten, nicht in ihrer Aufeinanderfolge. Sie umgibt Besucher*innen, sie steht nicht gegenüber. Sie ist plastisch, nicht visuell.

2. In der Live-Performance verbringen die Performer*innen miteinander eine Gegenwart intensivierter Sensibilität – Hören, Aufnehmen, Zulassen. Jede Session ist ein eigenständiger Akt, jedesmal einzigartig. Immer anders findet von neuem das Geschehenlassen von Verbindungen statt. Der Chor in Chora ist nicht vorausgesetzt, Begegnungen sind kontingent.

3. Die Körper teilen die Bühne: multiplizieren sie, verteilen sie im Raum. Die Bühnen driften und gleiten, die Körper lassen sie ziehen und treiben mit.

4. Der Präsentationsort, das Studio 14 der Uferstudios, ist das Gravitationszentrum, nicht der Container der Raumchoreographie. Der Raum ist offen, die Performer*innen kommen und gehen aus dem Ausstellungsraum hinaus ins Freie. Und so wie sich die Performer*innen in den Live-Sessions durch eine Landschaft bewegen, so zieht der Chor in den Videobildern über die Erde. In den Texten setzt er seine Wanderungen fort.

5. Wie die Performer*innen kommen und gehen auch die Besucher*innen: Eintreten, bleiben, wieder hinausgehen, zurückkehren … Chora ist Aufenthaltsort und Durchgang zugleich. Was für die Performer*innen gilt, gilt auch für die Zuschauer*innen: Jedes Mal von neuem findet ein Geschehenlassen von Verbindungen statt. Es ist nicht garantiert, nicht fixiert und nicht vorausgesetzt. Es lebt.

Die Objekte

Zusammenstellung aus 32 mobilen Bodenelementen, benannt nach einem antiken Bühnenteil, dem Ekkyklema. Das Ekkyklema diente im klassischen griechischen Theater als Verbindungselement zwischen dem Inneren des Bühnenhauses – das für den Chor und das Publikum unzugänglich war – und dem Außen von orchestra, skene und theatron: Was drinnen passierte, wurde dank des Ekkyklemas nach draußen gebracht und für die Zuschauer*innen sichtbar.

12 Ekkyklema mit Gras | 2019

14 Ekkyklema mit Leinwandstoff | 2019

6 Ekkyklema mit Besucher*innenstühlen | 2019

12 Canvas Chairs (Rotating Version) | 2015

4 Festungswände | 2011

Die Bilder

Rising Cycles | 2019 | Serie aus 6 Videos, à 9 Min

Aufgenommen im Hinterhof des Atelierhaus Prenzlauer Promenade in Berlin, zwischen Mai und September 2019.

Mit: Zoé Alibert, Eli Cohen, Judith Förster, Charlie Fouchier, Assi Pakkanen, Florencia Martina, Gian Mellone, Sonia Noya, Stephan B. Quinci, Laura Siegmund, Maya Weinberg, Natalia Wilk

Moving Grounds | 2019 | Video, 9 Min

Aufgenommen im September 2019 in einer Brache in der Nähe der Landsberger Allee in Berlin.

Mit: Zoé Alibert, Eli Cohen, Judith Förster, Charlie Fouchier, Assi Pakkanen, Florencia Martina, Gian Mellone, Sonia Noya, Stephan B. Quinci, Laura Siegmund, Maya Weinberg, Natalia Wilk

Uphill | 2019 | 2 Videos, à 9 Min

Aufgenommen im September 2019 in den Arkenbergen, Berlin. Die Arkenberge sind eine ehemalige Müllhalde und die höchsten Berge in Berlin. Sie bestehen aus Bauschutt aus den 90ern und werden aktuell renaturalisiert.

Mit: Judith Förster, Florencia Martina, Sonia Noya, Laura Siegmund, Maya Weinberg, Natalia Wilk

Listening Faces | 2019 | Serie aus 12 Videos, à 12 Min

Aufgenommen auf einem Ekkyklema im September/Oktober 2019.

Mit: Zoé Alibert, Eli Cohen, Judith Förster, Charlie Fouchier, Assi Pakkanen, Florencia Martina, Gian Mellone, Sonia Noya, Stephan B. Quinci, Laura Siegmund, Maya Weinberg, Natalia Wilk

Concrete Runners | 2019 | 2 Videos, à 9 Min

Aufgenommen im Juli 2019 an einem Speichersee in 2000m Höhe in den österreichischen Alpen. Der See dient als Reservoir für ein hydroelektrisches Kraftwerk.

Mit: Micaela Kühn Jara, Julia B. Laperrière, Sandra Man, Bernd Manhartseder, Sonia Noya, Assi Pakkanen, Katharina Wallisch

Concrete Dancers | 2019 | 2 Videos, à 9 Min

Aufgenommen im Juli 2019 an einem Speichersee in 2000m Höhe in den österreichischen Alpen. Der See dient als Reservoir für ein hydroelektrisches Kraftwerk.

Mit: Micaela Kühn Jara, Julia B. Laperrière, Sandra Man, Assi Pakkanen, Katharina Wallisch

Float | 2019 | Serie aus 3 Videos, à 9 Min

Die Videos wurden im Juni 2019 am Bergheider See in der Niederlausitz gedreht, einem ehemaligen Kohleabbaugebiet, mittlerweile eines der größten Renaturalisierungsprojekte Europas. Der See ist ein von 2001 bis 2014 geflutetes Restloch.

Mit: Zoé Alibert, Judith Förster, Charlie Fouchier

Space Walkers | 2018 | Serie aus 6 Videos, à 24 Min

Die Videos wurden im August 2018 am Bergheider See in der Niederlausitz gedreht, einem ehemaligen Kohleabbaugebiet, mittlerweile eines der größten Renaturalisierungsprojekte Europas. Der See ist ein von 2001 bis 2014 geflutetes Restloch.

Mit: Zoé Alibert, Tamar Grosz, Friederike Heine, Julia B. Laperrière, Sonia Noya, Sandra Man

See | 2017 | Video, 5 Min

Aufgenommen in August 2017 an einem See in den österreichischen Alpen.

Mit: Christine Börsch-Supan

Die Texte

Zyklus von 12 Texten mit dem Titel Erdkörper (2019), Exzerpte projiziert und gesprochen.

Stimme 1 | Sumpf / Stimme 2 | Nackte Erde / Stimme 3 | Ewiges Eis / Stimme 4 | Tanzplatz / Stimme 5 | Wüste / Stimme 6 | Straße / Stimme 7 | Überall / Stimme 8 | Ich / Stimme 9 | Wald / Stimme 10 | Krater / Stimme 11 | Zelle / Stimme 12 | Station

Übersetzt ins Englische von Anna Galt. Gesprochen von Frank Willens (EN) und Sandra Man (DE).

Soundtrack: Dasha Rush: Sleep Ballade (Sleepstep, 2015), Richard Chartier + Taylor Deupree: specification.four (spec., 1999), Adrian Corker: Inflow Pt3 (Music for Lock Grooves, 2019), Simon Šerc: Action III (Bora Scura, 2018), Autechre: T1a1 (NTS Sessions, 2018), Alva Noto + Ryuichi Sakamoto: siisx (Revep, 2005), Miki Yui: 02 mpsi (Lupe Luep Peul Epul, 2001), CC Hennix: Chora(S)San Time: Court Mirage (Live at the Grimm Museum, 2012), J.S. Bach: Matthäus-Passion: Kommt, ihr Töchter helft mir klagen (Nikolaus Harnoncourt, Arnold Schönberg Chor, Wiener Sängerknaben, Concentus Musicus Wien, 2005), Saito Koji: Brainwashed 06 (Brainwashed, 2019), Holly Herndon: Fade (Movement, 2012)

Artist Statement

1. Chora is a space choreography, not a dance piece. It lives in its spatial relationships, not from a dramaturgy. It is created in the in-between spaces between bodies, objects, images, texts, not in their sequence. It surrounds the visitors, it is not facing them. It is plastic, not visual.

2. In the live performance, the performers spend time together in a presence of intensified feeling – listening, taking in, allowing. Every session is an independent act, every time it is unique. Allowing new connections to happen takes place differently every time. The choros in Chora is not presupposed, encounters are contingent.

3. The bodies share the stage: multiply it, disperse it in the space. The stages drift and slide, the bodies let them shift and go with them.

4. The location of the presentation, Studio 14 of Uferstudios, is the centre of gravitation, not the container of the space choreography. The space is open, the performers come and go in and out of the exhibition space. And just as the performers move through a landscape in the live sessions, so the choros moves over the earth in the video images. It continues its travels in the texts.

5. Just as the performers come and go, so too do the visitors: entering, staying, going out again, coming back … Chora is a place to dwell and a transitory place at the same time. What applies to the performers also applies to the audience: each time, new connections are allowed to happen again. It is not guaranteed, not fixed and not predetermined. It’s alive.

The Objects

Constellation of 32 mobile floor objects named after the ancient Greek stage device called ekkyklema. In ancient Greek theatre the ekkyklema was a mobile platform that served as a link between the inside of the stage house – inaccessible for the choir and the audience – and the outside of orchestra, skene and theatron: What happened inside was being brought to the outside and made present to the public thanks to the ekkyklema.

12 ekkyklema with grass | 2019

14 ekkyklema with canvas | 2019

6 ekkyklema with visitors’ seats | 2019

12 Canvas Chairs (Rotating Version) | 2015

4 Fortress Walls | 2011

The Images

Rising Cycles | 2019 | Cycle of 6 videos, 9 min each

Shot in the backyard of studio building Prenzlauer Promenade in Berlin, between May and September 2019.

With: Zoé Alibert, Eli Cohen, Judith Förster, Charlie Fouchier, Assi Pakkanen, Florencia Martina, Gian Mellone, Sonia Noya, Stephan B. Quinci, Laura Siegmund, Maya Weinberg, Natalia Wilk

Moving Grounds | 2019 | Video, 9 min

Shot in September 2019 in an abandoned area next to Landsberger Allee in Berlin.

With: Zoé Alibert, Eli Cohen, Judith Förster, Charlie Fouchier, Assi Pakkanen, Florencia Martina, Gian Mellone, Sonia Noya, Stephan B. Quinci, Laura Siegmund, Maya Weinberg, Natalia Wilk

Uphill | 2019 | 2 videos, 9 min each

Shot in September 2019 at Arkenberge, Berlin. Arkenberge are a waste deposit site and the highest hills in Berlin. They consist of construction waste of the 90ies and are now being renaturalised.

With: Judith Förster, Florencia Martina, Sonia Noya, Laura Siegmund, Maya Weinberg, Natalia Wilk

Listening Faces | 2019 | Cycle of 12 videos, 12 min each

Shot on one Ekkyklema in September/October 2019.

With: Zoé Alibert, Eli Cohen, Judith Förster, Charlie Fouchier, Assi Pakkanen, Florencia Martina, Gian Mellone, Sonia Noya, Stephan B. Quinci, Laura Siegmund, Maya Weinberg, Natalia Wilk

Concrete Runners | 2019 | 2 videos, 9 min each

Shot in July 2019 at a concrete lake in 2000m in the Alps in Austria. The lake serves as reservoir for a hydroelectric power station.

With: Micaela Kühn Jara, Julia B. Laperrière, Sandra Man, Bernd Manhartseder, Sonia Noya, Assi Pakkanen, Katharina Wallisch

Concrete Dancers | 2019 | 2 videos, 9 min each

Shot in July 2019 at a concrete lake in 2000m in the Alps in Austria. The lake serves as reservoir for a hydroelectric power station.

With: Micaela Kühn Jara, Julia B. Laperrière, Sandra Man, Assi Pakkanen, Katharina Wallisch

Float | 2019 | Cycle of 3 videos, 9 min each

Shot in June 2019 at Bergheider See, Niederlausitz, in the former coal district now turned into Europe’s biggest renaturalisation project. The lake is a former coal hole, flooded from 2001 to 2014.

With: Zoé Alibert, Judith Förster, Charlie Fouchier

Space Walkers | 2018 | Cycle of 6 videos, 24 min each

Shot in August 2018 at Bergheider See, Niederlausitz, in the former coal district now turned into Europe’s biggest renaturalisation project. The lake is a former coal hole, flooded from 2001 to 2014.

With: Zoé Alibert, Tamar Grosz, Friederike Heine, Julia B. Laperrière, Sonia Noya, Sandra Man

The Lake | 2017 | Video, 5 min

Shot in August 2017 at a lake in the Alps in Austria.

With: Christine Börsch-Supan

The Texts

Cycle of 12 texts entitled Erdkörper (earth body) (2019), excerpts projected and spoken.

Voice 1 | Swamp / Voice 2 | Naked Earth / Voice 3 | Eternal Ice / Voice 4 | Dance Circle / Voice 5 | Desert / Voice 6 | Street / Voice 7 | Everywhere / Voice 8 | I / Voice 9 | Forest / Voice 10 | Crater / Voice 11 | Cell / Voice 12 | Station

Translated into English by Anna Galt. Spoken by Frank Willens (EN) and Sandra Man (DE).

Soundtrack: Dasha Rush: Sleep Ballade (Sleepstep, 2015), Richard Chartier + Taylor Deupree: specification.four (spec., 1999), Adrian Corker: Inflow Pt3 (Music for Lock Grooves, 2019), Simon Šerc: Action III (Bora Scura, 2018), Autechre: T1a1 (NTS Sessions, 2018), Alva Noto + Ryuichi Sakamoto: siisx (Revep, 2005), Miki Yui: 02 mpsi (Lupe Luep Peul Epul, 2001), CC Hennix: Chora(S)San Time: Court Mirage (Live at the Grimm Museum, 2012), J.S. Bach: Matthäus-Passion: Kommt, ihr Töchter helft mir klagen (Nikolaus Harnoncourt, Arnold Schönberg Chor, Wiener Sängerknaben, Concentus Musicus Wien, 2005), Saito Koji: Brainwashed 06 (Brainwashed, 2019), Holly Herndon: Fade (Movement, 2012)
Blog | Posts
What Forms The Present? – Sandra Man and Marita Tatari, Talk at Flutgraben Performances #4, 9 Feb 2020

At the fourth event of Flutgraben Performances on February 9th 2020 Sandra Man invited philosopher Marita Tatari for a lecture. The text that was read at this occasion is an excerpt of an ongoing talk between the two, initiated by Sandra Man in late 2019 and to be continued all over 2020. SM: In a recent talk that you gave at the conference in Munich in November 2019 you spoke about the becoming irrelevant of tradition, of history as a frame and source for the new in contemporary art. You said something like: Not that today’s art forms would not refer at all to their history but – in Weiterlesen | Read More

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Audience Voices on Chora

“Es ist ein wirklich einzigartiger Raum, den ihr geschaffen habt. Auf eine Weise unaufgeregt und tief berührend zugleich, die ich noch nie erlebt habe. Ich war sehr glücklich darin.” Christine Börsch-Supan “Dears Sandra and Moritz. I came to watch Chora and I found it very precious and deep. I loved how it is so connected with bodies, persons and relations but speaks to me at the same time about the world, the environment and human/nature. I loved the installation and the dance and how the two are interdependent. It opened new possibilities of imagination and I loved as a public member to be inside this game/performance/state of being.” Elena Weiterlesen | Read More

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Niklaus Largier on Chora: Mesmerized

Conceiving of ourselves as viewers at first, we often turn into participants. What seems to be observation and abstraction becomes absorption, immersion, experience in time. Reading turns into feelings of sweetness and bitterness; looking into taste, appetite and arousal; hearing into affective pleasure and melancholic longing; touch into an abyss of desire. I am tempted to start with a simple scene. A multipurpose room with an old hardwood floor, once used as a gym, in what is probably an ex-GDR school building in Berlin, Pankow. Sitting on a chair, I am observing a group of dancers rehearsing, working towards a future performance. A choreography, Chora. The Earth is a Weiterlesen | Read More

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Idee, Raumchoreographie, Videos | Idea, Space Choreography, Videos Objekte | Objects Texte | Texts Stimmen | Voices
Moritz Majce + Sandra Man Moritz Majce Sandra Man Sandra Man, Frank Willens
Performance Produktion | Production Assistenz | Assistance

Zoé Alibert, Eli Cohen, Judith Förster, Charlie Fouchier, Assi Pakkanen, Florencia Martina,
Gian Mellone, Sonia Noya, Stephan B. Quinci, Laura Siegmund, Maya Weinberg, Natalia Wilk

Patricia Oldenhave

Rasmus Bell

Eine Produktion von Moritz Majce + Sandra Man, gefördert von Hauptstadtkulturfonds und Wien Kultur.

Koproduktion: Tanzfabrik Berlin, WUK performing arts, Wien

Wir danken dem CCB – Choreographisches Centrum Bleiburg für die Residency im Sommer 2019 in Kärnten.

Englische Übersetzung: Anna Galt

Stimmaufnahmen: Fernand Kenzler

Anpassung Raumanzüge: Johanna von Raußendorff
Chora
Chora (Growing Time) was shown from 5.–9.11.2019 at Open Spaces-Festival of Tanzfabrik Berlin, Chora (Echo) on 16.11. at Flutgraben Performances in Kunstfabrik am Flutgraben, Berlin.